Zuhause in der Gebärden-
und Schriftsprache

Warum brauchen wir diese Weiterbildung?

In den Schulen gibt es bis heute nur wenige gehörlose und gebärdensprachkompetente Fachkräfte. Das wirkt sich negativ auf das Lernen aus und erschwert die Aufnahme von Wissen. Die Lautsprache ist nicht geeignet für taube Menschen. Die Schriftsprache kann hingegen nur vermittelt werden, wenn bereits ein intaktes Sprachsystem wie die DGS möglichst früh erlernt wurde. Die Folge: Circa 80% der Gebärdensprachler*innen sind unsicher im Lesen und Schreiben.

Das möchten wir mit dem Projekt HANDschrift ändern.

In 144 Unterrichtsstunden vermitteln wir verschiedene Inhalte, die helfen, sicherer lesen und schreiben zu können und dabei auch noch Spaß zu haben.

Alle Inhalte werden in Gebärdensprache unterrichtet. Die Teilnahme an den Kursen ist für Berliner*innen kostenfrei.

Insgesamt teilen sich die Module in 4 Bereiche auf:

  • Modul 1 - Theorie der Deutschen Gebärdensprache: Alle Teilnehmer*innen bei HANDschrift können gebärden – doch warum wird etwas wie gebärdet? Das ist vielen nicht bewusst. Dieses theoretische Wissen hilft, die Schriftsprache besser zu verstehen.
  • Modul 2 - Schriftspracherwerb: Wie sieht der Satzaufbau in der Schriftsprache aus? Wie unterscheidet er sich zur Gebärdensprache? In diesem Modul steht die Grammatik im Vordergrund.
  • Modul 3 - Schreibwerkstatt: In diesem Modul dreht sich alles um Lesen und Schreiben. Was ist dein Lieblingsbuch? Wie schreibt man eine Reportage? Hier wird gezeigt: Lesen und Schreiben können viel Spaß machen!
  • Modul 4 – Lernen, mit unterschiedlichen Kulturen umzugehen und zusammenzuarbeiten – transkulturelle Kompetenz gewinnen: Der Text ist perfekt geschrieben, trotzdem kommt er bei Hörenden falsch an. Woran liegt das? In diesem Modul geht es um kulturelle Unterschiede, sodass Missverständnisse zwischen Gebärdensprachler*innen und Hörenden vermieden werden können.

Du möchtest mehr über das Projekt wissen oder überlegst, mitzumachen? Dann melde dich bei Janine Werbelow!